Männer oder Frauen: Wer verliert in Ehe und Familie?

Auf Facebook haben wir in zwei Beiträgen gefragt: „Männer – die Verlierer von Ehe und Familie?” und „Frauen – die Verliererinnen von Ehe und Familie?”. Die Beiträge wurden über 150.000 Mal gelesen und mehr als 1.700 Mal kommentiert.

Der Konsens, auf den Punkt gebracht: Jedes Geschlecht beklagt, dass sein Einsatz nicht wertgeschätzt wird, und fühlt sich als Verlierer.

In einer erfolgreich erfüllten Partnerschaft (EEPS) gilt dagegen ein anderes Prinzip: Wenn einer verliert, verlieren beide. Und wenn einer gewinnt, gewinnen beide. Wenn Du also in Deiner Partnerschaft gewinnen willst, sorge dafür, dass Dein Partner durch Dich gewinnt, sofern das auch seine Absicht ist.

Hier die beiden Beiträge in gekürzter Fassung.

🚨 Männer – die großen Verlierer von Ehe und Familie?

Viele Männer stehen zuverlässig hinter allem und selbst ganz hinten. Zuerst kommen Kinder, Haushalt, Familienfeiern und dann die Selbstoptimierung zur Überwindung patriarchaler Strukturen.

💔 Seine Arbeit gilt als Selbstverständlichkeit, nicht als Fürsorge und schon gar nicht als Liebe.

💔 Kommt er ERSCHÖPFT nach Hause, soll er im Haushalt funktionieren und zugleich emotional verfügbar, geduldig und romantisch sein.

💔 Körperliche NÄHE bekommt er, wenn sie gewährt wird. Ob Sexualität stattfindet, bestimmt faktisch die Frau. Wo bleibt sein Bedürfnis, begehrt zu werden?

💔 Und wenn die Ehe SCHEITERT, verliert er womöglich seine Partnerin, den Alltag mit seinen Kindern, sein Zuhause, Vermögen und Ansehen.

💔 Männer sind nicht grundsätzlich Opfer und Frauen nicht Täterinnen. Aber wer weibliche Belastungen beklagt und männliche als selbstverständliche Bringschuld abtut, schafft keine Gleichberechtigung, sondern eine neue Einseitigkeit mit zweierlei Maß.

Vielleicht sind Männer nicht die Gewinner des Patriarchats, sondern die stillen LASTENTRÄGER eines Systems, das ihre Leistung erwartet und ihre Bedürfnisse verleugnet.

🚨 Frauen – die großen Verliererinnen von Ehe und Familie?

Viele Frauen stehen in der Familie im MITTELPUNKT, um den sich alles dreht. Sie denken an Geburtstage, Arzttermine, Schulprobleme und Einkäufe und spenden Trost und Umarmungen. Ihre mental-emotionale Belastung bleibt oft verborgen und wurde bisher wenig anerkannt.

💔 Ihre Erwerbsarbeit wird häufig unterbrochen, reduziert oder der Familie angepasst, sodass bei ihr finanzielle Lücken entstehen.

💔 Kommt sie ERSCHÖPFT nach Hause, läuft ihre zweite Schicht weiter. Sie soll Geld verdienen, Mutter sein, den Alltag organisieren, attraktiv bleiben, Verständnis zeigen und möglichst auch noch Lust empfinden.

💔 Und wenn die Ehe SCHEITERT, bleibt sie mit der Alltagsverantwortung zurück, während ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten schrumpfen.

💔 Nein, Frauen sind nicht grundsätzlich OPFER und Männer nicht Täter. Aber eine Gesellschaft, die von Frauen verlangt, traditionelle Fürsorgerin und zugleich moderne Leistungsträgerin zu sein, verspricht Freiheit und liefert persönliche Ausbeutung.

Vielleicht sind Frauen nicht die Gewinnerinnen der Emanzipation, sondern erschöpfte Managerinnen eines Familienunternehmens, dessen Erfolge allen gehören, dessen Misserfolge aber nur ihre sind.

❤️ Beide gewinnen!

Warum stehen sich Mann und Frau so feindselig gegenüber? Sie lieben sich doch! Trotzdem sind nur wenige Paare bereit, einander anzuerkennen und wertzuschätzen. Warum? Sie wollen doch ihr Leben teilen. Warum ist Rechthaben dann so wichtig? Und wie löst man dieses zerstörerische Gegeneinander im Kern auf?

Diese Fragen beantworten wir in unserem Podcast, Folge 48: Wenn als Paar beide gewinnen

Sieben Schritte zu einer erfolgreich erfüllten Partnerschaft

Wie kommt Ihr vom Gegeneinander zum Miteinander? Wir haben sieben Schritte für Dich zusammengefasst:

  1. Context erkennen, statt über das Verhalten zu streiten
  2. Die emotionale Buchhaltung des Leidens schließen
  3. Vom Opferstandpunkt zum Urheberstandpunkt
  4. Wünsche äußern, ohne daraus Anklagen zu bauen
  5. Unterschiede nicht bekämpfen, sondern nutzen
  6. Gleichheit ist der Tod der Partnerschaft
  7. Gemeinsame Absichten für Eure Partnerschaft
 

Was hinter jedem Schritt steckt, warum eine offene Zahnpastatube nie das eigentliche Problem ist und was Tante Ernas Tafel Schokolade mit Deiner Beziehung zu tun hat, liest Du im zweiten Teil auf Steady.

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Autor

Bild von Maria & Stephan Craemer
Maria & Stephan Craemer

Maria (Dipl. Psychologin) & Stephan Craemer (Dipl. Soziologe) sind Gründer der Erfüllungs GmbH als auch Urheber des Contextuellen Coaching® und Contextuellen BusinessCoaching®; Contextuelle Coaching Technologie® genannt.

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